Die Philosophie __1/3 >> 2/3 >> 3/3



Lehren leben

Hinter der Schule des Theaters steht Konstantin Stanislavskijs Credo *Inspiration ist erlernbar*.
Mittelpunkt der Theaterarbeit ist das Individuum mit seinen Erfahrungen, Gefühlen, Ängsten
und Überzeugungen -- ein unendliches Reservoir an Kreativität.
Mit Stanislavskij teilt die Schule des Theaters die Überzeugung,
dass Schauspiel nicht nur ein von technischen Fertigkeiten,
sondern vor allem ein von emotionaler Wahrhaftigkeit geprägtes Handwerk ist.

Stanislavskij entwickelte am Ende des 19. Jahrhunderts das *System*:
Wirkungsvolle und umfassende Techniken, die den individuellen Gefühlsspeicher
beliebig abrufbar machen und die Theaterpädagogik revolutionierten.
Lee Strasberg verfeinerte die Methode, Emotionen zu wiederholen,
und baute das System zur *Method* aus:
Entspannung und sensorische Konzentration sorgen gleichermaßen
für jene emotionale Durchlässigkeit und das bewußte Herbeiführen
von Inspiration, durch die Schauspieler und Rolle erst eins werden können.
Strasberg betonte den Entwicklungsprozeß des Schauspiels,
wodurch Bewertungskategorien wie ›gut‹ oder ›schlecht‹, ›begabt‹ oder ›unbegabt‹
aufgelöst werden. Er lehrte den Schauspieler, authentisch und schöpferisch zu sein.

Die Schule des Theaters integriert mit ihren TrainerInnen sowohl das Method Acting Hollywoods,
das Schauspielgrößen wie Robert de Niro oder Al Pacino hervorgebracht hat, als auch seinen russischen Ursprung.


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