Einjährige Regieausbildung

Nächster Einstiegstermin Jänner 2020

Die einjährige Regieausbildung oder…
die Toolbox des Regieführens von international renommierten Regisseur*innengeeignet für Theaterbegeisterte, die den Beruf Regisseur*in anstreben, sich auf staatliche Regieaufnahmeprüfungen vorbereiten, oder für jene die schon Regiepraxis haben und Neues kennen lernen wollen. 

10 Monate lang Ideen Raum geben – zur Vision werden lassen – und sie gestalten

Stehen zwei Schauspieler*innen auf der Bühne und proben miteinander. Sagt der eine zum anderen: „Kannst Du bitte kurz runtergehen und schauen, ob ich richtig stehe? – Der andere ging runter – und damit war der Beruf Regisseur*in geboren.

Was einfach klingt, kann es auch sein.  Vorausgesetzt ich weiß um die Zutaten, aus denen dieser Beruf besteht und kann gekonnt mit ihnen umgehen.

In diesem Ausbildungsjahr wird eine große Toolbox des Regieführens angeboten. Hochqualifizierte international renommierte Regisseure – David Maayan, Ausbildungsleitung und Nestroypreisträgerin Christine Eder öffnen ihre persönliche Box und lassen offen daran teilhaben. In Einzelcoachings oder in Kleingruppen werden in einem kontinuierlichen Lern- und Forschungsprozess die wesentlichen Elemente kennengelernt, verarbeitet und zu einem persönlichen Gestaltungskosmos entwickelt. Die Lehrenden unterstützen in diesem intensiven kreativen Prozess die Teilnehmer*innen, ihre individuelle künstlerische Persönlichkeit auszubilden und dabei die eigene Sprache zu finden.

Alles beginnt mit einem Gedanken, einer Inspiration, woraus sich eine Idee entwickelt und in Formen, Worte, und Bilder transformiert…

Das Ausbildungsprogramm

Struktur – Die Regieausbildung besteht aus einer Synthese aus

  1. Regieunterricht in Einzel und/oder Kleingruppe
  2. Regieworkshops
  3. Proben, inszenieren und aufführen unter Supervision
  4. Schauspielführung in der Regie: Gruppenunterricht für Schauspiel, Stimme und Sprache, Physical Training, u.a.

. Regieunterricht in Einzel und/oder Kleingruppe 

Um aus dem Moment und allem was bereits vorhanden ist, schöpfen zu können, sind komplexe Tools notwendig. Um diese zu erarbeiten, führt David Maayan die Teilnehmer*innen in einen offenen Forschungsprozess ein, der Beziehung zwischen künstlerischer Arbeit und dem Menschen, der diese Arbeit macht.

Die Sensibilisierung für „zu sein“ statt „zu tun“ und die Fähigkeit das „zu sein“ zuzulassen, ist kreatives Arbeitsmaterial.

Forschungsaufgaben wie „beobachten, fühlen, zuschauen, herausfinden, Zeuge sein, werden intensiv begleitet und sind Ausgangspunkt für die Entwicklung eines persönlichen Projektes, das am Ende des Ausbildungsjahres zur Aufführung kommt.


.. Regieworkshops

Mit diesem aufbauenden Regieausbildungselement wird Ihre Toolbox erweitert.  In drei – bis 5- tägigen Regieworkshops begegnen die Teilnehmer*innen  hochqualifizierten Regiepersönlichkeiten und üben sich in deren unterschiedlichen Zugängen. Aus den vielfältigen Erfahrungen formt sich umfassendes Wissen.


… Proben, Inszenieren, Aufführen

In diesem Ausbildungsteil erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ein Projekt zu inszenieren. Gemeinsam mit SchauspielerInnen wird an einem Projekt gearbeitet und die bereits gelernten Tools unter der supervisierten Begleitung des Regielehrenden (David Maayan / Christine Eder) ausprobiert und angewendet. Das Projekt wird öffentlich präsentiert wofür alle Tools der Proben – und Aufführungsorganisation, der Promotion, der technischen Einrichtungen wie Bühne, Licht und Ton zum  Einsatz kommen.


…. Schauspielführung in der Regie

In diesem Ausbildungsteil lernen Sie das Potenzial und den schöpferischen Reichtum der Schauspieler*innen für die Inszenierung nutzbar machen. Wie kommuniziere ich wirksam und hilfreich mit  Schauspieler*innen? Wie verhelfe ich ihnen zu intensivem und authentischem Spiel? Wie bringe ich sie dazu, meine Vorschläge umzusetzen? Was brauchen meine Schauspieler*nnen von mir als Regisseur*in? Wie denken und empfindet Schauspieler*innen?

Der Rollenwechsel ermöglich Ihnen, die Arbeitsweise, die Arbeitsabläufe und die inneren Prozesse von Schauspieler*innen selbst auszuprobieren und zu erleben.

Warm up Techniken, Improvisation, Rollenarbeit, Auseinandersetzung mit gruppendynamischen Prozessen, Training der körperlichen und stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, emotionales Training, und relevante Methoden von Grotowsky, über Jaques Lecoq bis Lee Strasberg werden durch internationale Expert*innen ihres Fachs praktisch vermittelt.

David Maayan

Regisseur und Theaterleiter

im Portrait

Der Theatervisionär David Maayan ist treibende Kraft und Ausbildungsleiter unserer einjährigen Regieausbildung. David Maayan ist international bekannt durch seine ungewöhnlichen Theaterprojekte und wurde für seine Arbeiten auf der Bühne mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Er gilt als Pionier des innovativen und experimentellen Theaters und verfolgt seine eigene Methode, die persönliches Material als Ausgangspunkt für dramatische Entwicklungen behandelt.

Im ersten Teil unserer Ausbildung erhalten die Teilnehmer*innen unserer Regieausbildung die Möglichkeit, diese Methode in einem offenen Forschungsprozess kennenzulernen, in die eigene Toolbox zu integrieren und in der Praxis für sich selbst nutzbar zu machen.

„For people who know that inner and outer life are together“

Christine Eder

Regisseurin und Nestroypreisträgerin

im Portrait

Workshops mit Christine Eder – die Regisseurin an renommierten internationalen und nationalen Bühnen und Nestroypreisträgerin für beste Regie, vermittelt Tools für textbezogene Theaterarbeit:  Was macht eine Bühnensituation spannend? Wie entstehen innere Dynamik und szenische Entwicklung? Wann wirkt etwas tragisch, wann komisch? Warum funktioniert eine Szene nicht? Weshalb entsteht keine Figurenbeziehung? Braucht es immer einen Konflikt? Sie widmet sich der Vermittlung der Grundlagen der Regie und der Fragen wie es gelingt, theatrale Situationen zu schärfen, den Schwerpunkt einer Szene zu verlagern, Geschehnisse umzudeuten und Bühnenbeziehungen zu intensivieren. Im Mittelpunkt steht die elementare Textarbeit. Anhand ausgewählter dramatischer Texte wird spielerisch mit Interpretationsmöglichkeiten umgegangen, werden verschiedene Darstellungsformen und sprachliche Zugänge betrachtet und szenische Kleinformate entwickelt.

Wie finde ich alle Komponenten die ich brauche um aus meiner Vision eine Performance zu machen? Den richtigen Ort, die passenden Schauspieler, die richtige Musik, den adequaten Performancerhythmus, die finanziellen Mittel? Wie kann ich auf meinen künstlerischen Instinkt vertrauen und mich von ihm leiten lassen?

Lehrende der Workshops für Stimme und Sprache, Physical Training und Schauspiel, u.a.  sind Ingrid Sturm, Christine F. Steinhart, Sascha Becker, Veronika Vitovec, Thomas Toppler und Gäste.

Zur Aufnahme

Das Aufnahmeverfahren beinhaltet ein Hearing mit dem Ausbildungsleiter und die Orientierungsphase.

Für die Aufnahme ist weiters eine Bewerbung notwendig mit einem aktuellen Passfoto erforderlich. Die Bewerbungsunterlagen schicken Sie bitte entweder per Post an die Schule des Theaters oder nutzen Sie unseren Online Bewerbungsbogen.

Die Bewerbungen werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Nach Erhalt des Bewerbungsbogens setzen wir uns mit Ihnen in Verbindung, um den Ablauf der Orientierungsphase und den Termin für das Hearing zu planen. Nach Beendigung der Orientierungsphase gibt es ein Reflexionsgespräch.

Nach erfolgreichem Verlauf des Aufnahmeverfahrens wird ein Ausbildungsvertrag für die einjährige Regieausbildung abgeschlossen.


Orientierungsphase

Um einen konkreten Einblick in die vielschichtige Arbeit von darstellenden Künstlern zu bekommen und sich gegenseitig persönlich kennenzulernen beinhaltet das Aufnahmeverfahren eine Orientierungsphase. Diese besteht aus ca. 42 Kursstunden und beinhaltet:
Schauspielkurse (ca. 25 Std.)
Atem-Stimme-Sprechen (ca. 10 Std.)
Bewegung (ca. 7 Std.)

Frei wählbare Kurse für die Orientierungsphase

Die Kurse sind wählbar aus unserem aktuellen Kursprogramm…


    Die Sprache der Gesten

    Schauspieltraining nach Jacques Lecoq mit Veronika Vitovec

    Meisterwerk Stimme

    Linklater Workshop für Stimme und Sprache mit Christine F. Steinhart

    Feldenkrais

    für darstellende Künstler*innen mit Bronwynn Mertz-Penzinger

    Voice Acting 2 – Let´s Play

    Schauspielen am Mikrophon mit Sascha Becker

      Vom Fühlen zum Spielen

      Schauspiel Trimesterkurs mit Ingrid Sturm

      Physical Comedy

      Schauspiel Workshop nach der Methode Philippe Gauliers, mit Thomas Toppler

      Organisatorisches

      Unterrichtsumfang

      55 Einzelstunden Regie / zusammenlegbar in Kleingruppen, inclusive Supervision für die Inszenierung
      145 Gruppenstunden in Schauspiel, Bewegung, Stimme und Sprache, Regieworkshops


      Unterrichtszeiten

      Die Einzel -und Kleingruppensessions werden individuell vereinbart. Die Workshops und Gruppenunterrichte finden vorwiegend abends und an Sa., So. und Feiertagen statt.


      Dauer

      10 Monate. Einstiegsmöglichkeiten: Jänner und April 2020. Die Wiener Schulferienzeiten sind davon ausgenommen.


      Kosten

      EUR 470.- pro Monat (10x)
      Bei Zahlung der Gesamtsumme: EUR  4.600.-
      Die Kosten sind inkl gesetzlich vorgeschriebener Ust.


      Abschluss

      Der Lehrgang schließt mit einem Zertifikat der Schule des Theaters ab.


      Noch Fragen?

      Rufen Sie uns bitte an unter 0699 10509546 oder vereinbaren Sie ein persönliches Infogespräch.


      Kursort

      Schule des Theaters, Hermanngasse 31/1; 1070 Wien